Franchisesoftware auswählen
Franchisesoftware auswählen: Praxis-Tipps, Kriterien & Alternativen
Franchisesoftware auswählen
Wer ein Franchisesystem gründet, stellt sich schnell die Frage, welche Software das eigene Franchisenetzwerk wirklich professionell unterstützt. Weil die Auswahl passender Franchisesoftware entscheidend ist, beeinflusst sie maßgeblich, wie effizient Franchisegeber und Franchisepartner zusammenarbeiten. Sobald du bei Google nach „Franchisesoftware“ suchst, findest du zahlreiche Angebote. Oft gibt es aber auch Tools, die ähnliche Funktionen bieten, ohne direkt „Franchisesoftware“ zu heißen. Und vielleicht lohnt sich sogar eine Eigenentwicklung, sofern du ganz spezielle Anforderungen hast. Damit du eine sinnvolle Entscheidung treffen kannst, empfiehlt sich immer, die eigenen Bedürfnisse zuerst schriftlich und sehr strukturiert zu formulieren.
Kassensoftware (POS) als Basis im Franchise
Jedes Franchisesystem braucht schon zum Start eine stabile Lösung für den Point-of-Sale (POS), denn Verkäufe müssen korrekt und transparent ablaufen. Kassensysteme verwalten nicht nur die Kundenabwicklung, sondern sichern darüber hinaus auch die gesamte Abrechnung. Weil gesetzliche Standards vorschreiben, dass sämtliche Umsätze exakt verbucht werden müssen, werden Steuern und Franchisegebühren korrekt berechnet. Franchisegeber und Finanzamt verfolgen dabei übrigens das gleiche Ziel: absolute Kassen-Transparenz.
Schnittstelle: POS-Software und Franchisesoftware verbinden
POS-Software ist für Franchisepartner im Alltag unverzichtbar. Trotzdem benötigt die Zentrale häufig zusätzliche Tools, damit sie datenbasierte Entscheidungen treffen kann. Die Erfahrung zeigt: Digitale Lösungen funktionieren besonders gut, sobald sie täglich und gern genutzt werden. Wichtig ist aber, dass Franchisesoftware direkt mit deiner bestehenden POS-Software kompatibel ist oder echte Mehrwerte bringt. Prüfe daher, ob dein Kassensystem nicht bereits nützliche Kernfunktionen abdeckt, ehe du neue Software einführst.
Bestehende Tools sinnvoll kombinieren
Während des Aufbaus setzen viele Franchisegeber schon verschiedene Tools ein, um alltägliche Aufgaben zu bewältigen. So nutzt du im Dateimanagement eventuell Box, Dropbox oder OneDrive. Für das Projektmanagement bieten sich Tools wie Trello oder OneNote an, während du im Bereich CRM vielleicht Outlook, Act oder SugarCRM verwendest. Außerdem kommunizierst du zwischendurch per WhatsApp oder in Facebook-Gruppen sowie über Xing. Terminabstimmungen laufen etwa mit Doodle. Für die Organisation der Verträge und Gebiete gibt es Online-Gebietsmanager, und Schulungsvideos sind oft über YouTube abrufbar. Auch Analysen laufen häufig über Lösungen vom Steuerberater, etwa Felix1. Franchisehandbücher findest du als Weblösung, PDF oder auf Onlineportalen.
Weil viele Tools denselben Zweck erfüllen, solltest du unbedingt die Zahl der unterschiedlichen Plattformen begrenzen. Denn je integrierter deine Software-Landschaft ist und je besser alle Programme zusammenspielen, desto schneller und effizienter können alle Beteiligten arbeiten.
Open Source vs. proprietäre Franchisesoftware
Wenn du dich für proprietäre Software entscheidest, zahlst du meist monatliche Gebühren pro Nutzer, während du vom jeweiligen Anbieter abhängig bist. Individuelle Anpassungen dauern länger und können teuer werden. Deshalb prüfe gründlich, wie lange der Anbieter schon existiert oder wie groß dessen Entwicklerteam ist. Für Franchisegeber zählt immer auch die langfristige Sicherheit.
Entscheidest du dich alternativ für Open Source Software wie Joomla oder WordPress, profitierst du dagegen von flexiblen Anpassungen. Hier entstehen keine laufenden Lizenzgebühren und viele Agenturen bieten im Zweifel passenden Support an. Beispielsweise setzen „Die FranchiseMacher“ auf Open Source Tools, etwa beim Franchisehandbuch oder dem Gebietsmanager. Dadurch bleibst du unabhängig und kannst die Software flexibel entwickeln lassen.
Anforderungen an Franchisesoftware im Überblick
Eine gute Franchisesoftware sollte mindestens fünf zentrale Bereiche abdecken:
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Know-how-Transfer: Alle Infos und Tools für Franchise-Nutzer aktuell und sicher verfügbar machen.
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Kommunikation: Ein reibungsloser und starker Austausch zwischen Franchisegeber und Franchisepartnern ist essenziell.
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Netzwerk: Als Plattform bringt die Software Franchisepartner zusammen, damit sie Erfahrungen miteinander teilen können.
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Controlling für die Zentrale: Betriebskennzahlen helfen, Standorte gezielt zu steuern und rechtzeitig zu reagieren.
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Controlling für den Partner: Franchisepartner vergleichen ihre Ergebnisse und können ihre Planung so verbessern.
Fazit und Empfehlungen
Moderne Software-Lösungen sind aus dem Franchise-Alltag nicht mehr wegzudenken. Prüfe deshalb vor jeder Entscheidung genau, welche Funktionen für dich wirklich nötig sind und auf was du verzichten kannst. Am einfachsten gelingt dir das über eine übersichtliche Checkliste mit deinen wichtigsten Anforderungen. Achte darauf, dass die Franchisesoftware leicht zu bedienen ist und den Alltag wirklich erleichtert. Denn: Die beste Software ist das Werkzeug, nie das Ziel.