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Franchise-WIKI - Wachstum

Wer Franchisegeber werden möchte, tut gut daran, sich von Menschen inspirieren und auch beraten zu lassen, die den Weg bereits erfolgreich gegangen sind. Allerdings erinnern sich erfolgreiche Franchiseunternehmer nicht unbedingt detailgenau an ihre Anfangszeit. Das führt dann dazu, dass Franchisegeber, die um Rat gefragt werden, in Vorträgen oder Fragerunden zum Beispiel sagen: „Wenn ich heute noch einmal starten würde, dann würde ich anfangs mehr Wert darauf legen, wirklich die richtigen Franchisepartner auszuwählen. Das war damals mein größter Fehler.“

 So sinnvoll diese Antwort klingen mag – wir von den FranchiseMachern sind der Meinung: Das ist ausgemachter Unsinn. Der Ratschlag ist nett gemeint – kann für einen beginnenden Franchiseunternehmer aber katastrophale Folgen haben. Warum das so ist, erklären wir hier. 

Warum es der falsche Weg ist, die „richtigen“ Franchisepartner auszuwählen

Klar, wer ein Franchiseunternehmen führt, der möchte am liebsten nur mit Menschen zusammenarbeiten, die von der großen Vision genauso begeistert sind, die eine positive Lebenseinstellung mitbringen, die bereit sind durchzustarten und die auch innerhalb kürzester Zeit wirtschaftlichen Erfolg haben. Dann macht die Arbeit Spaß und der gemeinsame Erfolg potenziert sich. Warum sollte man also darauf verzichten, gleich zu Beginn seine Partner sehr sorgfältig auszuwählen, und dafür lieber etwas langsamer wachsen?

Dafür gibt es zwei gute Gründe. Zum einen kann ein erfahrener Franchisegeber, der seit vielen Jahren sein Franchisesystem erfolgreich führt, natürlich sehr genau sagen, welche Partner zu ihm passen und welche nicht. Oft hilft ihm seine Erfahrung, schon nach wenigen Sätzen eine gute Ahnung zu haben, ob der werdende Partner Erfolgschancen hat oder nicht, ob er zum Unternehmen positiv beitragen oder eher hinderlich sein wird. Ein frischgebackener Franchiseunternehmer, der gerade erst startet, hat weder die Erfahrung noch die genauen Kriterien – die punktgenaue Einschätzung ist für ihn überhaupt nicht möglich. Und übrigens: Auch die heute erfolgreichen Franchiseunternehmer wussten es damals nicht besser – gerade deswegen haben sie ja mit Partnern zusammengearbeitet, die sie heute abwählen würden.

Der zweite Grund: Ein neues Franchisesystem, das

  • noch nicht von vielen Menschen erprobt ist,
  • noch kaum Erfolge vorzuweisen hat,
  • keine Stimmen begeisterter Partner liefern kann und
  • noch nicht lange am Markt ist …

… ein solches Franchiseunternehmen zieht naturgemäß die Pioniere an. Sie gehören zu einem bestimmten Typ von Franchisenehmern: Pioniere sind lebendig, begeisterungsfähig, engagiert und ein wenig verrückt – manchmal allerdings auch sprunghaft und ungeduldig. Für ein stetiges, zuverlässiges Wachstum benötigen Sie als Franchiseunternehmer (später!) andere Typen, die ausdauernder und geduldiger sind. Jedoch: Ohne die Pioniere kommen Sie überhaupt gar nicht erst in die Wachstumsphase. 

Das bedeutet: Sie werden natürlicherweise Menschen anziehen, die für die Anfangsphase gut passen, jedoch nicht dauerhaft dabeibleiben möchten. Und ja, es wird auch Menschen mit einer negativen Haltung geben – solche, die sich trotz aller sorgfältigen Auswahlprozesse als Fehlgriff entpuppen. Sie können es nicht allen recht machen. Wichtig ist es jedoch, schnell und richtig zu reagieren, denn sonst kann ein einziger Franchisepartner, der nicht ins Unternehmen passt, das gesamte Franchisesystem sprengen. 

Die „falschen“ Franchisepartner: So reagieren Sie richtig

Es mag dramatisch klingen, doch ein Franchisenehmer, der mit seiner negativen Einstellung hausieren geht, der nicht gut performt, der wütend und enttäuscht ist und daher gar schlecht über das Franchisesystem spricht, ist hochgefährlich. Wie ein einziger verdorbener Apfel im großen Korb kann dieser eine Partner weitere „anstecken“ und von seinen Ansichten überzeugen. Machen Sie sich bewusst, dass Sie diesen Prozess nie vollständig verhindern können: Früher oder später (oft früher) wird es den Fehlgriff geben. Wichtig ist es jetzt, schnell zu handeln.

Einerseits haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit als Teil Ihres Franchisesystems bereits die entsprechenden Coaching-Programme, um solche Menschen aufzufangen, ihnen ein gutes Gefühl zu geben, sie sinnvoll zu beraten und sie doch noch auf die richtige Spur zu bringen. In vielen Fällen funktioniert das – in vielen leider auch nicht. 

Dann bleibt nur noch eine Möglichkeit, um zu verhindern, dass das ganze Franchisenetzwerk „befallen“ wird: Ihr Franchisesystem muss schnell wachsen. Je mehr Partner mit an Bord sind, die 

  • wirtschaftlich erfolgreich sind,
  • als Vorbild für die anderen Partner dienen, 
  • von der Vision begeistert sind,
  • Gutes über das System denken und sagen, 
  • kurz: die den Franchise-Spirit haben,

desto weniger werden einzelne negativ denkende Menschen gehört. Auch für Sie als Franchisegeber bedeutet das weniger Stress und Arbeit: Die Peergroup der Franchisepartner regelt die Sache sozusagen intern, indem negative Stimmen ignoriert oder zurechtgerückt werden. Und schon haben einzelne Fehlgriffe kaum noch eine Auswirkung auf das große erfolgreiche Ganze.

Der Geist des Franchisings ist es, zu wachsen

Warum sind Sie auf den Gedanken gekommen, ein Franchisesystem aufzubauen? Vermutlich, weil Sie skalieren wollen. Sie sind von Ihrer Geschäftsidee überzeugt und möchten Ihre Produkte und Dienstleistungen noch viel mehr Kunden zur Verfügung stellen. Sie wollen groß werden und anderen Unternehmern die Chance geben, mit Ihnen gemeinsam mehr Erfolg zu erreichen. Im Franchising geht es darum, zu wachsen – nicht darum, langsam und vorsichtig immer die zu 100 % richtige Entscheidung zu treffen.

Selbst wenn Sie völlig frei von wirtschaftlichem Druck wären – was vermutlich nicht der Fall ist –, ist es nicht möglich, von Anfang ausschließlich ideale Franchisepartner zu finden. Hinzu kommt: Wenn Sie beispielsweise 5-Jahres-Verträge abschließen und nur langsam wachsen, gehen Sie möglicherweise bereits in die ersten Verhandlungen zur Vertragsverlängerung, während kaum neue Partner hinzugekommen sind. Das bringt eine gefährliche Instabilität mit sich, die nur durch schnelles Wachstum vermieden werden kann. Es ist wie beim Fahrradfahren: Die Stabilität kommt mit der Geschwindigkeit. 

Nicht zuletzt: Wir von den FranchiseMachern arbeiten mit bestimmten Kennzahlen, um den Erfolg eines Franchisesystems einschätzen, optimieren und überprüfen zu können. Eine davon ist die durchschnittliche Verweildauer der Partner im Unternehmen. Je schneller Sie mehr Partner gewinnen, desto eher werden Sie – logischerweise – an einen Punkt kommen, an dem 10, 20, 50 oder mehr Franchisenehmer schon viele Jahre Teil Ihres Franchisesystems sind. Glauben Sie, dass solche Partner erheblich dazu beitragen können, den Erfolg Ihres Unternehmens langfristig zu sichern – auch wenn ein paar einzelne Meckerer unter den Partnern sind?

Lesetipp: Erfahren Sie mehr darüber, wie viele Partner ein Franchisegeber im Jahr dazugewinnen kann.

Ein erfolgreiches Franchisesystem aufbauen – wie geht das? 

Wir von den FranchiseMachern unterstützen Franchisegeber und diejenigen, die es werden wollen, schon seit über 20 Jahren beim Aufbau erfolgreicher Franchiseunternehmen. Wir sind Berater und Sparringspartner, aber auch Coaches und Mentoren – je nachdem, wo Sie stehen und was Sie brauchen. Auch wenn es etwas reißerisch klingt: Wir möchten Ihnen gern erklären, warum wir glauben, dass es Irrsinn ist, ein Franchisesystem ohne Coach aufzubauen.

Wir freuen uns, wenn wir in einem kostenfreien Gespräch mit Ihnen einen Blick auf Ihr (zukünftiges) Franchiseunternehmen werfen dürfen. Termine können Sie sofort buchen: https://www.franchisemacher.de/franchisepartner-finden.html

 

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Eugen Marquard
Franchise Experte

Ich zeige Franchisegebern wertvolle neue Perspektiven auf bestehende Herausforderungen.

Meine Stärke: Größer denken und gestalten was an Wertvollem in Ihrem Unternehmen steckt.

Meine Erfahrung: Viele Franchisesysteme könnten das was ihr Netzwerk einzigartig wertvoll macht, mit den FranchiseMachern als leidenschaftliche Begleiter ganzheitlich systematisch erfolgreich machen.

Jeder FranchiseMacher ist ein rechtlich und wirtschaftlich eigenständiger Unternehmer.

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