Deshalb scheitern Franchisesysteme

Deshalb scheitern Franchisesysteme

 

Zu wenig Leads, die falschen Partner, eine schwache Software – Gründe für das Scheitern von Franchisegebern gibt es viele. Oft treffen sie jedoch nicht den Kern. In Wirklichkeit sind diese Ursachen meist Folgen tieferliegender Probleme, die den Unternehmern selbst selten bewusst sind. In über 20 Jahren Arbeit mit Franchisesystemen haben wir klar erkannt, woran Franchiseunternehmen wirklich scheitern. Hier sind die fünf größten Fehler.

Fehler 1: Fehlendes Verständnis für Unternehmertum

Der Schritt, aus einem erfolgreichen Unternehmen ein Franchiseunternehmen zu machen, verändert vieles. Bisher lag der Fokus darauf, das eigene Produkt bekannt zu machen und erfolgreich zu verkaufen. Viele Unternehmer übertragen diesen Gedanken und glauben, im Franchiseunternehmen müsse vor allem noch mehr vom gleichen Produkt verkauft werden.

Doch das ist nicht die Hauptaufgabe im Franchisesystem. Franchisenehmer sind keine bloßen Vertriebshilfen. Sie sind selbst Unternehmer, die Vertrauen schenken und sich mit dem System identifizieren. Franchisegeber müssen diese Partner unterstützen, stärken und ihnen echte unternehmerische Erfolge ermöglichen.

Fehler 2: Zu wenig Verantwortung für Franchisepartner

Wer Franchisegeber wird, wächst oft über viele Jahre in diese Rolle hinein. Franchisenehmer starten dagegen häufig direkt aus einem Angestelltenverhältnis heraus. Sie benötigen Sicherheit, Vertrauen und intensive Begleitung. Genau hier zeigt sich die Verantwortung des Franchisegebers: Schulungen, regelmäßige Coachings oder digitale Calls gehören ebenso dazu wie der persönliche Austausch.

Zur Verdeutlichung: Viele Franchisenehmer beginnen ihre Selbstständigkeit im Alter von etwa 30 Jahren. Sie wollen den Betrieb langfristig führen, oft bis ins Rentenalter. Franchisegeber tragen also Verantwortung für einen wichtigen Teil im Lebenslauf dieser Menschen – und genau hier scheitern viele Systeme, weil dieses Mindset fehlt.

Fehler 3: Der Franchisegeber brennt nicht für sein Produkt

Leidenschaft schafft Vision. Unternehmer, die wirklich an ihr Angebot glauben, begeistern auch andere. Wer dagegen nur auf Geld schaut, baut selten ein wachstumsstarkes Franchiseunternehmen auf.

In Deutschland gibt es zahlreiche Franchisesysteme mit 20 bis 40 Partnern, die stagnieren. Dabei ist das Potenzial riesig: Allein 80 deutsche Städte haben über 100.000 Einwohner – jede davon bietet Chancen für das Wachstum eines Franchiseunternehmens.

Fehler 4: Wachstum im Franchisesystem ablehnen

„30 Partner reichen mir.“ Diese Einstellung hören wir regelmäßig. Doch ohne Wachstum droht Stillstand. Die Corona-Pandemie hat gezeigt: Selbst scheinbar stabile Franchiseunternehmen sind nicht sicher. Wachstum verleiht einem Franchisesystem die Stärke, wichtige Investitionen wie Werbekampagnen, Gerichtsverfahren oder Flächenkäufe zu stemmen.

Fehler 5: Fehlende Professionalität im Franchiseunternehmen

Professionell bedeutet nicht Anzug und Krawatte. Es meint: eine klare Vision, ein starkes Mindset und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Partnern und Mitarbeitern. Ein zu kleines Verständnis dieser Rolle gefährdet das gesamte Franchisesystem.

Mit 20 Partnern lassen sich nur wenige Veränderungen bewirken. Mit 150 Partnern und deren Teams bewegen Franchisegeber jedoch Dutzende Projekte und setzen große Visionen um. Genau hier liegt der Unterschied zwischen Stillstand und dynamischem Wachstum.

Das Image von Franchiseunternehmen verbessern

Wir Franchiseberater wünschen uns mehr Franchiseunternehmen, die professionell und visionär arbeiten. Davon profitieren nicht nur die Systeme, sondern auch alle neuen Franchisegründer, die auf ein stabiles Umfeld stoßen.

Die Branche braucht Franchisegeber mit starkem Unternehmergeist und klarer Vision. Wenn Sie dazugehören möchten, nehmen Sie Kontakt zu uns auf – wir unterstützen Sie auf dem Weg zum erfolgreichen Franchisesystem.

Eugen, Die FranchiseMacher