Welche Pflichten hat der Franchisegeber?
Ein Franchisegeber hat die Pflicht, seine Partner umfassend zu unterstützen. Ziel ist es, den Erfolg des Franchisenehmers zu sichern und damit auch das gesamte Franchisesystem zu stärken. Diese Unterstützung beginnt beim Einstieg in die Selbstständigkeit und begleitet den Partner durch alle Phasen seines Geschäfts.
Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Pflichten eines Franchisegebers.
Know-how weitergeben
Ein Franchisegeber muss sein gesamtes Franchise-Know-how an die Partner weitergeben. Dazu gehören Prozesse, Erfahrungswerte und bewährte Geschäftsmethoden. Idealerweise stellt er dieses Wissen digital zur Verfügung. So kann der Franchisenehmer sein Geschäft effizient und erfolgreich aufbauen.
Standards festlegen
Ein wesentlicher Bestandteil der Pflichten des Franchisegebers ist die Festlegung klarer Standards. Diese betreffen unter anderem:
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Marketingmaßnahmen,
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Öffnungszeiten,
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geschultes Personal,
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regelmäßige Vertriebsaktivitäten.
Nur mit einheitlichen Standards kann das gesamte Franchisesystem erfolgreich arbeiten und ein gleichbleibendes Qualitätsniveau sichern.
Abläufe optimieren und Innovation fördern
Franchisegeber müssen ihre Systeme stetig weiterentwickeln. Dazu gehört die Optimierung betrieblicher Abläufe. Ebenso sind sie innovationspflichtig: Neue Produkte, verbesserte Prozesse oder moderne Tools sind notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Darüber hinaus dokumentiert der Franchisegeber sein Know-how regelmäßig. Diese Pflicht stellt sicher, dass Franchisenehmer jederzeit Zugriff auf aktuelles Wissen für Aufbau und Führung des Betriebs haben.
Marke aufbauen und schützen
Ein Franchise lebt von einer starken Marke. Deshalb sind überregionale Werbung, Verkaufsfördermaßnahmen und der Aufbau eines positiven Images zentrale Franchisegeber-Pflichten. Auch der Markenschutz ist Pflicht. Nur eine geschützte Marke kann langfristig Vertrauen bei Kunden und Partnern schaffen.
Unterstützung beim Betriebsaufbau
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Unterstützung der Franchisenehmer beim Unternehmensstart. Dazu gehören:
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Ladenbau,
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Mietverträge,
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Schulung der Mitarbeiter,
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Unterstützung im täglichen Betrieb.
Franchisegeber bieten außerdem Erstschulungen und Weiterbildungen an. Sie informieren ihre Partner regelmäßig über Marktentwicklungen und stellen den Zugang zu Experten aus Finanzen, IT und Marketing sicher.
Franchisevertrag und Spielregeln
Zu den Pflichten eines Franchisegebers gehört auch die Ausarbeitung eines Franchisevertrags. Darin werden Rechte, Pflichten und Spielregeln klar festgelegt. Ziel ist eine faire, reibungsarme Zusammenarbeit zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer.
Standards als Erfolgsfaktor
Standards sollen Franchisenehmer nicht einschränken. Sie helfen dabei, Fehler zu vermeiden und schnell zum Erfolg zu kommen. Der Franchisegeber hat sein Lehrgeld bereits bezahlt – seine Partner profitieren von dieser Erfahrung.
Tipps für zukünftige Franchisenehmer
Wer überlegt, sich einem Franchisesystem anzuschließen, sollte genau prüfen, ob diese Pflichten des Franchisegebers erfüllt werden. Fragen Sie nach, vergleichen Sie verschiedene Systeme und sammeln Sie Erfahrungen. Schließlich geht es um Ihre Existenz. Nur mit einem erfahrenen und professionellen Franchisegeber an Ihrer Seite können Sie langfristig erfolgreich sein.
Tipps für angehende Franchisegeber
Auch für Unternehmer, die selbst ein Franchisesystem aufbauen wollen, gibt es klare Pflichten. Besonders wichtig sind Innovation, Kommunikation und Schulungen für die Neukundengewinnung.
Franchisenehmer erwarten, dass der Franchisegeber regelmäßig neue Ideen ins Netzwerk bringt. Nur so entsteht Bindung. Erstellen Sie daher eine Liste mit erprobten Maßnahmen zur Kundengewinnung, bevor Sie starten. Ihre Partner setzen diese Maßnahmen lokal um und vergrößern damit die Reichweite Ihrer Marke.
Eigenverantwortung der Franchisenehmer
Alle Unterstützungsleistungen entbinden die Partner nicht von ihrer Verantwortung. Ein Franchisenehmer bleibt Unternehmer. Er muss selbst Kunden gewinnen, bestehende Kunden binden und regionales Marketing betreiben. Dazu braucht es Budget und Ressourcen, die sich an den positiven Erfahrungen des Franchisegebers orientieren.