Franchisegeber erwarten von ihren Franchisepartnern, dass sie ihnen bei der Gründung ihres Standorts einen Businessplan vorlegen. Der Franchisegeber möchte wissen, welche Erwartungen ein Franchisepartner an seine Geschäftsentwicklung und an sein Unternehmerleben hat. Interessanterweise ist es hingegen für viele Franchisegeber selbst oft nicht so sonnenklar, einen Businessplan für ihre Franchisezentrale zu erstellen - und zwar bevor sie mit dem Start ihres Franchisesystems beginnen.

Sie halten einen Businessplan meist nur dann für notwendig, wenn auch eine Bankfinanzierung erforderlich ist. Allerdings: Ein Businessplan drückt die künftige Entwicklung des Franchise-Unternehmens in Zahlen aus und ist in erster Linie ein Instrument für den Franchise-Geber-Unternehmer selbst. Dabei steht hinter jeder Zahl oft eine mühselige Recherche, intensive Überlegungen und wichtige unternehmerische Entscheidungen. Diese Vorarbeit schreckt viele Unternehmer – ob Franchisegeber oder Einzelunternehmer – häufig von der Erstellung eines Businessplans ab. Aus unserer Erfahrung wissen wir, wie sehr sich diese Arbeit am Ende auszahlt. 

Was ist ein Businessplan und wie beeinflusst er den Erfolg Ihres Franchisesystems?

In einem Geschäftsplan – oder englisch eben Businessplan – beschreibt der angehende Franchisegeber, also der Franchisesystem-Gründer, seine Motivation, seine Geschäftsidee und wie er mit ihr Geld verdienen will. Außerdem stellt er dar, wie sich sein Geschäft kurz-, mittel- und langfristig entwickeln soll. Er schreibt den Geschäftsplan in erster Linie für sich selbst. Der Franchisesystem-Gründer bringt damit detailliert zu Papier, was er bislang leise oder laut gedacht hat. Die Erarbeitung des Geschäftsplans zwingt den Unternehmer zum Ausformulieren, zum klar werden der eigenen Gedanken, zum genauen Überprüfen und zur Vergewisserung, dass man wirklich an alles gedacht und umfassend recherchiert hat.

Wie wir Sie ganz praktisch bei der Erstellung Ihres Franchisegeber-Businessplans unterstützen

Die Erstellung eines Franchisegeber-Businessplans orientiert sich am Charakter von Franchise: Ihr Businessplan sollte deshalb auf alle Facetten des Franchisings eingehen. Um Ihnen die ersten Schritte zu erleichtern, haben wir von den FranchiseMachern eine Arbeitshilfe entwickelt, die Ihnen bei der Geschäftsplanerstellung für Ihr Franchisesystem helfen kann. Diese Arbeitshilfe besteht aus einer Excel-Datei (als ein möglicher Ausgangspunkt für die Kalkulation wichtiger Unternehmenskennzahlen) und einem Word-Textdokument, das Sie als Ideengeber und Inspiration für den beschreibenden Teil Ihres Businessplans nutzen können. In jedem Kapitel dieser Businessplan-Arbeitshilfe befinden sich nützliche Fragen, die Ihnen beim Ausformulieren der einzelnen Kapitel helfen können.

Uns ist die Betonung des Wortes „Arbeitshilfe“ in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Deshalb möchten wir Sie abschließend noch auf folgendes hinweisen: Wir haben mit diesen Arbeitshilfen nicht Ihren Geschäftsplan erarbeitet, sondern möchten Sie damit lediglich inspirieren, sich selbst die wichtigsten Fragen zu Ihrem Franchisesystem zu stellen. Auch wenn die Vorstellung verlockend klingt, sollten Sie Ihren Businessplan nach unserer Einschätzung nicht vollständig von einem Unternehmensberater oder einer anderen Person erstellen lassen. Denken Sie immer daran: Es geht um Ihr Franchisesystem, Ihre Arbeit, Ihr Leben, Ihren Erfolg und Ihre Zukunft. Sie sind der unternehmerische Kopf hinter Ihrem Franchisesystem. Sie kennen Ihr Unternehmen wie Ihre Westentasche. Wer außer Ihnen selbst könnte also besser geeignet sein, um den Businessplan für Ihr Franchisesystem zu schreiben?

Was Sie bei der Erarbeitung Ihres Franchisegeber-Businessplans unbedingt berücksichtigen sollten

  1. Berechnen Sie Ihre Franchisegebühren von Anfang an richtig: Der Businessplan ist entscheidend für die Berechnung der Franchisegebühren, insbesondere der monatlichen. Sie dürfen nicht höher sein als das Geschäftsmodell des Franchisenehmers es zulässt. Ein Franchisegeschäft wird aufgrund der vom Franchisegeber erbrachten Leistungen erst richtig attraktiv. Wieviel der Franchisegeber dem Franchisenehmer an Gebühren berechnen darf, wird ersichtlich aus dem Businessplan des Franchisenehmers. Wichtig dafür ist also die Betrachtung jedes einzelnen Standorts. Ein Franchisegeber-Businessplan kann demnach nur auf Basis des Franchisenehmer-Businessplans entwickelt werden. Andererseits sind die Franchisegebühren die entscheidende Einnahmequelle des Franchisegebers. Dieser schneidet sich vom Erfolg jedes Franchisepartners nur eine kleine Scheibe ab, aber die Summe dieser Scheiben muss am Ende natürlich auch eine attraktive Einnahme für den Franchisegeber darstellen. Der Franchisegeber- und der Franchisenehmer-Businessplan sollten also in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen.
  2. Nutzen Sie den Businessplan als lebendiges Instrument der Selbstführung: Ihr Franchisegeber-Businessplan hat selbstverständlich nicht nur Eingabefelder für die Planung (Soll), sondern auch zur Dokumentation der tatsächlich eingetretenen Entwicklung (Ist) Ihres Franchisesystems und der daraus resultierenden Abweichung nach oben oder unten. Auf diese Weise wird der Businessplan zu einem praktischen und extrem wertvollen Kompass, einem Instrument der Selbstführung, der mindestens quartalsweise aktualisiert und gecheckt werden sollte. Der oder die Eigenbetriebe des Franchisegebers sind nicht Bestandteil des Franchisegeber-Businessplans. Ihre geschäftliche Entwicklung der letzten Jahre spielt jedoch immer eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines Musters für den Franchisenehmer-Businessplan.
  3. Schätzen Sie alle (!) entstehenden Kosten realistisch ein: Die Kosten bis zur Eröffnung des Franchisesystems, also dem Zeitpunkt, an dem alle Vorbereitungen getroffen sind und der Franchisegeber in der Lage ist, den ersten Franchisenehmer in das System aufzunehmen und zu integrieren, sind vorab recht gut kalkulierbar. Eine wertvolle Hilfestellung ist dabei auch die Arbeitshilfe von den FranchiseMachern zur Erstellung eines Projektplans zum Systemaufbau. Unterschätzt werden bei der Erstellung eines Franchisegeber-Businessplans häufig die entstehenden Kosten von der Eröffnung bis zum Erreichen der Gewinnschwelle, also dem Punkt, an dem der Franchisegeber seine Systemkosten allein durch die Einnahmen aus den Franchisegebühren decken kann.Ähnliches gilt auch für die entstehenden und notwendigen Kosten für die Gewinnung von Leads. Bitte bedenken Sie von Anfang an: Nur mit ausreichend vielen Leads können Sie erfolgreich neue Franchiselizenzen verkaufen. Expansion ist als Franchisesystem schließlich Ihr wichtigstes Unternehmensziel! Planen Sie deshalb ausreichend Budget für die Leadgewinnung ein. Die FranchiseMacher haben auch hier eine Arbeitshilfe entwickelt, mit der Franchisegeber einen konkreten Plan erarbeiten können, wie und wo sie am besten für Leads werben und wie hoch das daraus resultierende Budget sein sollte. Bei der Erfassung der Personalkosten wird ebenfalls häufig nicht ganz sauber kalkuliert, nämlich dann, wenn Mitarbeiter aus den Eigenbetrieben Leistungen für die Franchisezentrale erbringen. Das ist eine durchaus übliche und natürliche Situation in Franchisesystemen, insbesondere in der Aufbauphase. Diese Personalkosten sollten am besten durch eine Zeiterfassung kalkuliert werden.

 

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