Interview „3 Fragen an": Niclas Bönström, Mrs.Sporty GmbH

  1. Warum ist Netzwerken im Franchise so wichtig?Portrait Niclas Bönström 2

Weil man als Franchisepartner zum einen typische Fehler vermeiden und zum anderen auf bereits vorhandenes Know-How vom Franchisegeber und von anderen Franchisepartnern zurückgreifen kann. Austausch ist die Basis und ein großer Vorteil von Franchise. Nicht jeder Unternehmer kann sich mit anderen Unternehmern der gleichen Branche austauschen. Den Netzwerkgedanken zu leben fällt im Franchise sehr viel leichter: Hier gibt es Austausch ohne Konkurrenz. So können alle Unternehmer eines Franchisenetzwerks voneinander lernen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Gerade vor wichtigen Entscheidungen, die das eigene Unternehmen betreffen, ist dieser Know-How-Transfer unbezahlbar. Erfolgreiche Expansion braucht erfolgreiche Franchisepartner. Netzwerken im Franchise ist deshalb kein Selbstzweck. Es ist der Schlüssel für die Übertragung von Erfolg und ein mächtiges Werkzeug für das Wachstum des Franchisesystems.

 

  1. Was sollte man beim Aufbau eines Franchisenetzwerks beachten? Was sollte man tun, was sollte man besser lassen?

Zu allererst sollte innerhalb des Unternehmens Klarheit über das eigene Geschäftsmodell herrschen, d. h. was ist wichtig und was ist nicht wichtig. Ein typischer Fehler beim Aufbau eines Franchisenetzwerks ist es z. B., diese Klarheit nicht zu haben. Bei Mrs.Sporty geht es v. a. darum die Rahmenbedingungen für alle beteiligten Akteure klar und eindeutig zu definieren. Jeder hat andere Vorstellungen darüber, was richtig und was falsch ist. Alle Partner innerhalb eines Franchisesystems müssen hier Klarheit haben: Wer sind wir als Unternehmen, als Franchisemarke? Welche Werte bestimmen unsere Arbeit? Deshalb ist es auch so wichtig, die Franchisepartner mitzunehmen und eine offene Kommunikationskultur innerhalb des Systems zu schaffen. Probleme im Franchise wachsen immer, v. a. wenn es an gegenseitigem Respekt mangelt. Ein persönlicher Tipp: Gerade kleinere Systeme sollten den Mut haben, Nein zu einem potentiellen, aber ungeeigneten Partner zu sagen.

 

  1. Wie kann man seine Franchisepartner dazu bringen, mehr und besser zu Netzwerken?

Als Franchisegeber sollte man die entsprechenden Rahmenbedingungen zum Netzwerken schaffen. Wenn man das versäumt, schaffen und suchen sich Franchisepartner eigene Formen. Deshalb brauchen sie eine Plattform, bei der sie gerne mitmachen. Wichtig ist, dass der Franchisegeber den Austausch steuert. Dann kann das System als Ganzes auch in seiner Entwicklung davon profitieren. Der Fokus sollte auf der Lösung von Problemen liegen, nicht auf den Problemen selbst.

 

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