
Fitness-Franchisesysteme unterscheiden sich vor allem in Fläche, Personaleinsatz und Zielgruppe: klassische Ketten brauchen ca. 500-1.000 m² und rund 1.000 Kunden pro Standort, spezialisierte Konzepte wie Mrs. Sporty oder Bodystreet kommen mit 150-200 m² und Personaltraining aus.
Welche Fitness-Franchisekonzepte gibt es in Deutschland?
Im deutschsprachigen Raum haben sich mehrere Konzepttypen etabliert: klassische Großflächenstudios (clever fit, EasyFitness, Anytime Fitness), das Pionier-Konzept Kieser Training seit 1968, das Frauenstudio Mrs. Sporty und EMS-Studios wie Bodystreet oder fitbox/Fitomat. Jedes Modell bedient eine andere Zielgruppe und Betriebsgröße.
Der deutsche Fitnessmarkt ist franchisegetrieben so vielfältig wie kaum ein anderer Sektor. Kieser Training eröffnete bereits 1968 das erste Studio und gilt als einer der Vorreiter im deutschsprachigen Raum. Mitte der 2000er-Jahre kamen mit clever fit und EasyFitness amerikanisch geprägte Konzepte nach dem Vorbild von Gold's Gym dazu – große Flächen, viele Geräte, kein Personaltraining. Parallel entstand mit Mrs. Sporty ein komplett anderer Ansatz für Frauen, die bislang keinen Sport getrieben hatten. Später folgten EMS-Anbieter wie Bodystreet und fitbox, die auf kleinstem Raum mit Elektro-Muskel-Stimulation arbeiten. Mit Anytime Fitness ist inzwischen auch das weltweit größte Fitnesssystem mit 4.500 Standorten in 35 Ländern im DACH-Raum aktiv.
Wie unterscheiden sich Flächenbedarf und Kundenzahl je Konzept?
Klassische Studios wie clever fit oder EasyFitness benötigen ca. 1.000 m² und rund 1.000 Kunden pro Standort, Anytime Fitness kommt mit ca. 500 m² aus. Mrs. Sporty braucht nur ca. 150 m², Bodystreet-Studios sind auf EMS-Training mit zwei Trainingsplätzen gleichzeitig ausgelegt und entsprechend klein dimensioniert.
| Konzept | Fläche | Zielgruppe | Personaltraining | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| clever fit / EasyFitness | ca. 1.000 m² | breite Masse, ca. 1.000 Kunden/Standort | nein | US-inspiriert, Gerätepark |
| Anytime Fitness | ca. 500 m² | breite Masse, 24/7-Zugang | ja, zusätzlich buchbar | größtes System weltweit |
| Mrs. Sporty | ca. 150 m² | ausschließlich Frauen, Sporteinsteigerinnen | ja | Community statt Bodybuilding |
| Bodystreet | kleine Fläche | Zeiteffiziente Kunden | ja, 2 Kunden gleichzeitig | EMS-Training, ca. 20 Min./Einheit |
| fitbox / Fitomat | klein bis 24/7-unbemannt | ländlicher Raum, Convenience | teils ja, teils nein (Fitomat) | EMS, teils ohne Personal |
Die Tabelle zeigt: Je kleiner die Fläche, desto persönlicher meist die Betreuung – und desto höher muss der Umsatz pro Kundin oder Kunde sein, damit sich das Personaltraining für die Franchisepartnerin rentiert.
Warum funktioniert Mrs. Sporty mit deutlich kleinerer Fläche als clever fit?
Mrs. Sporty setzt auf geringere Investition, weniger, aber loyalere Kundinnen und einen deutlich höheren Umsatz pro Kundin durch Personaltraining und Community-Charakter statt auf Masse und große Gerätehallen wie bei US-inspirierten Konzepten.
Während clever fit und EasyFitness auf ca. 1.000 Kunden pro Standort und Selbstbedienung an Geräten setzen, verfolgt Mrs. Sporty ein margenstärkeres Modell mit weniger, aber gebundeneren Kundinnen. Weniger monströse Geräte, persönliche Betreuung und Gemeinschaftsgefühl ersetzen den klassischen, oft als einsam empfundenen Bodybuilding-Charakter. Das senkt zwar die Kundenanzahl pro Standort, erhöht aber den Umsatz pro Kopf – eine bewusste Positionierung gegen den reinen Flächen- und Geräte-Wettbewerb.
Wie funktioniert das EMS-Training bei Bodystreet und fitbox?
Beim EMS-Training (Elektro-Muskel-Stimulation) tragen Kunden eine Weste, die elektrische Signale an die Muskulatur sendet, während sie gegen diese Stimulation trainieren. Ein Personaltrainer betreut meist zwei Kunden gleichzeitig bei einer rund 20-minütigen Einheit, die auch tiefer liegende Muskelpartien effizient erreicht.
Bodystreet war einer der ersten EMS-Franchisegeber auf kleiner Fläche. fitbox folgte 2014/15 mit demselben Trainingsprinzip – wir haben fitbox in dieser Startphase ins Franchise begleitet. Inzwischen bietet die Marke unter Fitomat auch ein Konzept ohne Personal an, das 24/7 zugänglich ist und speziell für ländliche Standorte gedacht ist, an denen sich ein klassisches Fitnessstudio wirtschaftlich nicht lohnt. Das zeigt: Auch innerhalb eines Marktsegments wie EMS entstehen durch Franchise-Weiterentwicklung neue Betriebsmodelle für neue Standorttypen.
Welches Fitness-Franchisekonzept passt zu welchem Gründer?
Wer hohe Investitionssummen stemmen kann und auf Masse setzt, passt zu Anytime Fitness oder clever fit. Wer mit geringerem Kapital startet, aber auf Servicequalität und höhere Marge pro Kunde setzt, ist bei Mrs. Sporty oder EMS-Konzepten wie Bodystreet besser aufgehoben. Ländliche Standorte eignen sich eher für unbemannte 24/7-Modelle.
Die Entscheidung für ein Konzept hängt stark vom verfügbaren Kapital, der gewünschten Standortgröße und der persönlichen Nähe zum Kundenkontakt ab. Großflächenkonzepte erfordern höhere Anfangsinvestitionen, dafür skalieren sie über Kundenzahl. Kleinflächenkonzepte mit Personaltraining verlangen mehr operative Nähe zur Kundschaft, dafür geringeres Startkapital. Für Unternehmer, die selbst ein erfolgreiches Fitnesskonzept betreiben und es systematisch skalieren wollen, ist die zentrale Frage nicht nur 'welches Modell passt', sondern wie ein eigenes, noch nicht franchisiertes Konzept in ein handfestes Handbuch, einen Vertrag und eine tragfähige Gebührenstruktur übersetzt wird – genau hier setzen wir als FranchiseMacher an.
Häufige Fragen
- Wie viel Fläche braucht ein klassisches Fitnessstudio-Franchise wie clever fit?
- Ca. 1.000 m² mit umfangreichem Gerätepark und rund 1.000 Kunden pro Standort, ohne Personaltraining.
- Wie groß ist ein Mrs. Sporty Studio?
- Rund 150 m², ausgelegt auf eine kleinere, ausschließlich weibliche Zielgruppe mit Personaltraining.
- Wie lange dauert ein EMS-Training bei Bodystreet?
- Etwa 20 Minuten, meist betreut ein Personaltrainer zwei Kunden gleichzeitig.
- Seit wann gibt es Kieser Training?
- Seit 1968 – damit gilt es als einer der Vorreiter der Fitness-Franchisesysteme im deutschsprachigen Raum.
- Wie viele Standorte hat Anytime Fitness weltweit?
- Rund 4.500 Standorte in 35 Ländern, das Konzept nutzt ca. 500 m² Fläche mit 24/7-Zugang.
- Was ist Fitomat?
- Eine Marke von fitbox, die EMS-Training ohne Personal und mit 24/7-Zugang anbietet, speziell konzipiert für Standorte im ländlichen Raum.
- Wie hilft die FranchiseMacher GmbH Fitnessunternehmern beim Skalieren?
- Wir entwickeln aus einem erfolgreichen Fitnesskonzept ein einsatzfähiges Franchisesystem inklusive Handbuch, Vertrag und Gebührenstruktur – in der Regel innerhalb von 6 bis 12 Monaten.
Wichtige Fakten
Kieser Training eröffnete 1968 das erste Studio und gilt als Vorreiter im deutschsprachigen Raum.
(Kapitel 3 Fitness-Franchise)
clever fit und EasyFitness benötigen Standorte mit ca. 1.000 m² Fläche und rund 1.000 Kunden pro Standort.
(Kapitel 3 Fitness-Franchise)
Mrs. Sporty betreibt Studios mit ca. 150 m² Fläche, ausschließlich für Frauen konzipiert.
(Kapitel 3 Fitness-Franchise)
Ein EMS-Training bei Bodystreet dauert ca. 20 Minuten, ein Personaltrainer betreut meist 2 Kunden gleichzeitig.
(Kapitel 3 Fitness-Franchise)
Anytime Fitness ist mit 4.500 Standorten in 35 Ländern das größte Fitnesssystem der Welt und nutzt ca. 500 m² Fläche.
(Kapitel 3 Fitness-Franchise)
fitbox wurde 2014/15 beim Start ins Franchise von uns, den FranchiseMachern, begleitet.
(FranchiseMacher Kundenreferenz)
Die FranchiseMacher GmbH wurde 2011 in Teltow gegründet und hat seither über 250 Franchisesysteme branchenübergreifend begleitet.
(FranchiseMacher Unternehmensprofil)
Die FranchiseMacher haben eine Google-Bewertung von 4,9/5 bei 38 Bewertungen.
(Google Reviews)
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