NoGos"Kein Coaching ohne Auftrag" war das Erste, was ich in meiner Ausbildung zum Business-Coach gelernt habe. Oha, dachte ich und versuchte nachzuzählen, wie oft ich als Partnermanagerin dagegen schon verstoßen hatte. Unzählige Male! Ich weiß, eine Beauftragung durch den Coachee ist nicht das einzige Erfolgsrezept. Häufig wollen Franchisegeber auch gar keinen Auftrag bzw. haben ihn schon per se, zum Beispiel bei den Qualitätskontrollen in der Gastronomie.

Keine Beauftragung zu haben ist wahrscheinlich so ein "halbes NoGo" im Franchising ;) In der nachstehenden Aufzählung habe ich mal versucht weitere No Gos auf Seiten der Franchisepartnerbetreuer und auf Seiten der Franchisepartner herauszuarbeiten. 

Täglich üben Partnerbetreuer in der Praxis wie sie mit Konfliktsituationen zwischen Franchisegeber und- nehmer umgeht. Oder wie man es schafft, gute Franchisepartner im System zu halten oder welche Tools am besten für die Betreuung der Franchisepartner funktionieren. Im Partnermanagement sind wir immer dabei Prozesse zu optimieren und zeigen vollen Einsatz, wenn es darum geht, Franchisepartner möglichst schnell in den Break Even zu bringen. Aber gibt es eigentlich, unabhängig vom Franchisesystem und der Branche, ganz klare und, wenn man nicht aufpasst immer wiederkehrende, Fehler die ein Partnerbetreuer machen kann? 

In unseren Workshops zum Thema “Optimales Franchisepartnermanagement” haben wir schon oft gemeinsam mit unseren Franchisegeber-Kunden die No Gos im Partnermanagement herausgearbeitet. Ja nach Franchisesystem, Branche und Kultur gibt es natürlich feine Unterschiede. Grundsätzlich haben sich folgende Verhaltensweisen herausgeschält, die ein Partnermanager oder auch eine Partnermanagerin besser vermeiden sollten, sobald sie sich auf den Weg zu einem Vor-Ort-Besuch macht:

  1. Unangemeldet und ohne Grund beim Partner ankommen,
  2. Einfach mit den Mitarbeitern des Franchisepartners reden,
  3. schriftliche Ergebnisfestlegungen ohne Absprache im nachhinein ändern,
  4. schlecht über Kollegen in der Sytemzentrale sprechen,
  5. Telefonieren und Email checken während des Besuchs,
  6. ein zu kameradschaftlicher Umgang,
  7. Versprechen werden nicht gehalten,
  8. Vor-Ort-Besuch zu lang, zu locker, zu ziellos.

Aber bevor Sie sich jetzt in Selbstkritik üben, hier die 7 No Gos auf Seiten des Franchiseparters:

  1. Den Partnermanager warten lassen,
  2. Den Partnermanager für die Fehler des Franchisegebers verantwortlich machen,
  3. sich über alles was schlecht läuft beschweren, ohne klare Vorstellungen über Veränderungen seinerseits,
  4. Druck machen,
  5. zu kameradschaftlich,
  6. wichtige Infos zurückhalten,
  7. Versprechen nicht einhalten.

Üben Sie sich im Umgang mit "No Gos" in Ihrem Franchisenetzwerk. Was tun Ihre Kollegen, wenn einer der sieben Punkte auftritt? Gibt es bereits Absprachen mit dem Franchisegeber darüber, was dann zu tun ist? Tauschen Sie ihre Erfahrungen aus und lernen Sie voneinander!

Tipp: Vielleicht bietet es sich in Ihrem Franchisenetzwerk an, die No Gos und Antworten darauf schriftlich festzuhalten oder sogar in Ihrem Unternehmen offiziell als “No Gos” zu kommunizieren?

Wie Ihr Franchise­partnerbesuch erfolgreich wird

7 Punkte für den
professionellen Vor-Ort-Termin

Her damit!

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