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3 Fragen an...

Interviews mit erfolgreichen Unternehmern

Interview „3 Fragen an": Hans-Wolff Graf, Gründer der pAS – private Akademie für die Selbständigkeit GmbH

1. Warum ist der Wunsch nach Sicherheit im Zusammenhang mit einer beruflichen Tätigkeit generell so wichtig für viele Menschen?

Wir werden erzogen in einem entsprechenden Umfeld. Wenn Kinder mit vielen negativen Botschaften wie „Das darfst Du nicht“, „Das tut man nicht“ oder „Wie kannst Du nur“ „gefüttert“ werden und mit einer ständigen Angst von ihren ebenfalls ängstlichen Eltern erzogen werden, dann brauchen wir uns nicht wundern, dass sie bzgl. ihres Lebens und Überlebens ebenfalls ängstlich werden. Dazu muss man auch wissen: 95 Prozent unserer Ängste sind gar keine realen Ängste, sondern fiktive, eingebildete Ängste. Besonders ängstliche Menschen werden dann Beamte und etwas weniger ängstliche suchen sich in einem großen Konzern scheinbare Sicherheit und nur diejenigen, die auch von Zuhause aus die entsprechend positiven Botschaften bekommen haben und ihr Leben wirklich nach eigenen Vorstellungen aufbauen wollen und nicht danach streben, Milliardär zu werden, die werden dann selbständig. Sie wollen ihr Leben selbst gestalten und etwas Sinnvolles mit ihrer wertvollen Lebenszeit anstellen. Sie wollen ihren Beruf zu einer Berufung machen. Denn die meisten Menschen stolpern erfahrungsgemäß ja eher in einen Beruf und merken dann nach 20, 30 Jahren, dass sie mit der Frage konfrontiert sind: Warum bin ich überhaupt das geworden, was ich geworden bin? Ist das etwas, was ich in den nächsten 20, 30 Jahren auch noch machen möchte. Bei vielen kommt es genau dann zum berühmten Burn-Out. Das Phänomen des Burn-Out ist ja nicht genetisch, sondern soziologisch bedingt.

Interview „3 Fragen an": Karsten Wegener, Gründer und Geschäftsführer von Elithera®

Wie sind die ERFA-Tagungen in Ihrem System generell organisiert?

Wir sind ein sehr junges Franchisesystem, das heißt, bei uns hat die erste ERFA-Tagung im Jahr 2011 stattgefunden, am Standort unserer Systemzentrale in Hameln bei Hannover. Diese Tagung haben wir dann in Hameln bis zum Jahr 2015 insgesamt fünfmal durchgeführt, mit einer Teilnahme von 92 Prozent der damaligen Partner. Aktuell haben wir 65 Standorte und 45 Partner, das heißt, es gibt auch Partner, die mehrere Standorte betreiben. Wir sind ein gemischtes System: einerseits ein Franchisesystem mit Franchisepartnern, die das Corporate Design von Elithera komplett übernommen haben. Gleichzeitig sind wir aber auch ein Lizenzsystem für Physiotherapiepraxis-Inhaber, die bereits selbstständig sind und die aus den verschiedensten Überlegungen heraus sagen: ‚Wir möchten gerne bei Elithera mitmachen.‘ Diese Lizenzpartner haben das Corporate Design und das Branding noch nicht vollständig übernommen, sondern arbeiten mit einem Co-Branding. Die Lizenzpartner sind freier in der Markenführung und haben auch die Prozesse noch nicht vollständig übernommen. Als wir die erste ERFA-Tagung 2011 geplant haben,

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Interview „3 Fragen an": Tobias Zimmer, Founder & CEO der COFFEE-BIKE GmbH

  1. Wie bringt man seine Franchisepartner dazu erfolgreich zu sein?

Das Wichtigste ist ein guter Mix aus einer strukturierten Dokumentation der erfolgsrelevanten Prozesse eines Franchisepartner-Betriebes und einem persönlichen Ansprechpartner in der Franchise-Zentrale. Ein digitales Franchise-Handbuch, das genau diese Prozesse im Detail abbildet, ist die Basis für den Erfolg der Franchisepartner. Ein Franchisegeber hört nie auf, an seinem Franchise-Handbuch zu arbeiten. Es muß inhaltlich optimiert und gepflegt werden. Aber selbst wenn alle Prozesse für die Franchisepartner online, jederzeit und von überall abgerufen werden können, wenn man über Quizfragen und Multiple Choice-Fragebögen den Lernfortschritt steuert, braucht es einen Ansprechpartner auf Seiten des Franchisegebers, der für die Beantwortung der wichtigsten Fragen da ist. Die Botschaft sollte sein “Ich spreche gerne mit Dir und ich bin für Deine Fragen da.” Immer in Kombination mit dem Hinweis “Aber in Kapitel … unseres Franchise-Handbuchs findest Du das nächste Mal die Antwort.” Es sollte immer wieder auf das Handbuch verwiesen werden, schon alleine um es lebendig zu halten und eventuelle neue Themen gleich mit einzupflegen. 

Interview „3 Fragen an": Stefan Merath, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmercoach GmbH

1. Gibt es für Sie einen Unterschied zwischen Selbständigen und Unternehmern? Falls ja, welchen?

Klar gibt es den. Im Unternehmen gibt es 3 Rollen: Fachkräfte, Manager und Unternehmer. Selbständige sind in Wirklichkeit Fachkräfte. Selbständige arbeiten im Unternehmen, Unternehmer arbeiten am Unternehmen. Selbständige arbeiten selbst und ständig, d.h. wenn der Selbständige im Urlaub ist, ist das Unternehmen auch im Urlaub. Der Unternehmer schafft ein System, das unabhängig von ihm funktioniert. Das Produkt eines selbständigen Programmierers ist die Software; das Produkt des Unternehmers ist die Software-Schmiede. Wirkliche Freiheit hat nur der Unternehmer, da das Unternehmen ohne ihn funktioniert. Der Selbständige ist, insbesondere, wenn sein Unternehmen wächst, der Sklave seines Unternehmens.

Interview „3 Fragen an": Brad Sugars, Gründer und Geschäftsführer von ActionCOACH

1. Wie bringt man seine Franchisepartner dazu, mehr und besser zu wachsen?

Bei ActionCOACH kümmern wir uns um laufende Aus- und Weiterbildung, um das Wachstum und den Erfolg unserer Franchisepartner und unterstützen sie in allen Fragen. Wir stellen solides Marketingmaterial zur Verfügung und pflegen eine Online-Community, die es Coaches überall in der Welt ermöglicht, mit der Unternehmenszentrale Verbindung aufzunehmen. Coaches erhalten Zugang zu Werkzeugen und zu Veranstaltungen, die darauf ausgerichtet sind, ihre Geschäftsaussichten zu steigern.

2. Das wichtigste für die Expansion eines Franchisesystems ist ...

Die Expansion eines Franchisesystems beruht auf einem skalierbaren Geschäftsmodell. Bei ActionCOACH haben wir ein System geschaffen, das vielfältige Optionen an Einkommensströmen bietet, sowohl für Franchisepartner als auch für Masterpartner. Unsere Coaches können ein höheres Erfolgsniveau über mehrere Wege erreichen. ActionCOACH ist gewachsen, weil wir unsere Partner sorgfältig auswählen und unsere Beziehungen für einen langfristigen Erfolg aufbauen.

Interview „3 Fragen an": Gabriele Dawo, Geschäftsführerin von Town & Country Haus

1. Wie entwickelt man Standards für ein Franchisesystem überhaupt – beim Start des Systems und  später  dann, wenn man wie Town & Country Haus 300 Partner hat?

Ein Franchise-System entsteht ja üblicherweise nicht, weil man ein Franchise-System gründen will, sondern weil man ein erfolgreiches  Geschäftsmodell entwickelt und dann merkt, dass dieses gut multiplizierbar ist. Rein theoretisch seziert man danach das Geschäftsmodell und findet heraus, welches erfolgskritische Teile und welches nicht erfolgskritische Teile sind. Die erfolgskritischen Teile sollten dann genau beschrieben und zum Standard gemacht werden.

Soweit zur Theorie, in der Realität sieht es dann doch etwas anders aus. In den wilden Gründerzeiten wird weniger überlegt und man macht einfach (aus Überzeugung, das Richtige zu tun). Was an einer Stelle gut geklappt hat, wird erst mal kopiert und an einem anderen Standort wiederholt. Wenn es dann an einem anderen Standort ebenfalls funktioniert, wird irgendwann im Franchise-Handbuch festgelegt, wie das Geschäftsmodell umzusetzen ist.

Interview „3 Fragen an": Niclas Bönström, Mrs.Sporty GmbH

  1. Warum ist Netzwerken im Franchise so wichtig?

Weil man als Franchisepartner zum einen typische Fehler vermeiden und zum anderen auf bereits vorhandenes Know-How vom Franchisegeber und von anderen Franchisepartnern zurückgreifen kann. Austausch ist die Basis und ein großer Vorteil von Franchise. Nicht jeder Unternehmer kann sich mit anderen Unternehmern der gleichen Branche austauschen. Den Netzwerkgedanken zu leben fällt im Franchise sehr viel leichter: Hier gibt es Austausch ohne Konkurrenz. So können alle Unternehmer eines Franchisenetzwerks voneinander lernen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Gerade vor wichtigen Entscheidungen, die das eigene Unternehmen betreffen, ist dieser Know-How-Transfer unbezahlbar. Erfolgreiche Expansion braucht erfolgreiche Franchisepartner. Netzwerken im Franchise ist deshalb kein Selbstzweck. Es ist der Schlüssel für die Übertragung von Erfolg und ein mächtiges Werkzeug für das Wachstum des Franchisesystems.

Interview „3 Fragen an": Björn Schultheiss von fitbox

  1. Was ist die größte Herausforderung bei der Betreuung von Franchisepartnern?

Jeden Franchisepartner nach seinen individuellen Bedürfnissen zu betreuen. Bei fitbox sprechen wir von einem sogenannten „partnerindividuellen Betreuungsverhalten“. Man muss sich als Franchisegeber fragen: Wie tickt mein jeweiliger Franchisepartner als Mensch, als Unternehmer, als Coachee? In welcher Phase befindet sich sein Franchiseunternehmen gerade? Daraus leitet der Partnermanager dann eine individuelle Betreuung für den Franchisepartner ab. Man sollte sich zudem vorher darüber im Klaren sein, welche Rolle jeder einzelne Akteur innerhalb des Franchisesystems hat. Nicht immer oder bei jedem Thema hat beispielsweise immer der Franchisegeber einen Know-How Vorsprung. Partnerindividuell bedeutet aber auch, sich zu überlegen, was bei der Betreuung jedes einzelnen Franchisepartners wichtig ist: Partner X kann ich z. B. nur mit Zahlen und dem strengen Einfordern der vereinbarten Ziele erreichen. Partner Y braucht dagegen mehr Nachsicht, um an sein Ziel zu kommen, während Partner Z einfach nur froh ist, wenn er ab und zu jemanden hat, bei dem er seinen Frust abladen kann.

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